Ja, wir haben unseren Ausflug ueberlebt, zum Glueck…
Wir wurden am Sonntag in Noosa an der Station von unserem Bus vom „Gagagu-Bushcamp“ abgeholt-naja, mal wieder mit etwas Verspaetung… Der Fahrer sah schon sehr vielversprechend aus, Bushcamp eben:)
Dann gings zum Einkaufen fuer unsre Tour, wo wir uns mit Jens zusammengeschlossen haben, der zufaellig die gleiche Tour exklusiv dazu „geschenkt“ bekommen hat. Also Lebensmittel und Alkohol fuer drei Tage besorgt und dann gings ab ins Bushcamp, ausserhalb von Noosa, ab von richtigen Strassen, rein in den Busch… Sehr interessant…
Dort wurden wir auf der holprigen Fahrt erst mal an Horrorfilme wie Cheepers Creepers erinnert, irgendwie Schrottplatz-maessig, teilweise sahs auch bissl aus wie im Steinbruch… Weiter geht die Fahrt, Wald, Zelte, die des ganze Jahr lang bewohnt sind und irgenwann kommen wir dann an unserem Platz an. Groessere gruene Zelthuetten-wie auch immer… Bildetr koennen wir euch leider erst spaeter schicken, da wir Doedel unser Linkkabel fuern Foto grad net dabei haben… Auf jeden Fall, eine Huette Rezeption, n paar Unterkuenfte, ein „Wohnzimmer“ mit Fernseher und DVD-Player- deluxe, eine Kueche, die echt sehr gut ausgestattet war ne Bar und Haengematten. Eigentlich ganz gemuetlich. N Plumpsklo war au anzufinden, sehr lecker, Fliegen, Froesche… waren auch immer dort anzufinden:)
Erst mal die neue Unterkunft beziehen, Betten aus Holz, der Name Bushcamp trifft einfach nur zu:)
Nach unserem Essen-zur Abwechslung mal Pasta:)- war dann unser geniales Meeting, erst ein kleiner Film zur Einstimmung und ein paar Hinweise, dann gings am Billardtisch weiter, weils da am hellsten war:) Wir haben natuerlich ne richtig grosse Truppe erwartet, naja, mit uns waren es sieben Leute, geht ja eigentlich noch… Aber es warteten viele Ueberraschungen…
Zwei Leute wollten nur eine 1-Tages-Tour machen, die 2 Kanadier waren sich noch nict sicher… Aha… Dann hat sich waehrend den Einweisungen herausgestellt, dass der gute Mann gar nicht, wie erwartet, mitgeht und uns fuehrt, sondern wir unser Abenteuer alleine bestreiten werden. Uuuups… Er hat uns dann auf einer Karte den See gezeigt, den wir zu ueberqueren haben, immer die gerade Linie entlang fahren-haha… Dann den Fluss, den wir danach entlang fahren und unseren Campingplatz etc. So schwer kanns ja nicht sein, wenn er uns alleine fahren laesst, na… Am dritten Tag sollten wir dann um 5.30Uhr morgens lospaddeln, sodass wir heute Morgen um 9 Uhr wieder am Ufer gewesen waeren… Am Schluss kam dann noch die Frage auf, ob es denn gefaehrliche Tiere gaebe… Antwort: „Wir sind hier in Australien…“ Krokodile wohl keine, Spinnen usw natuerlich auf den Bushwalks, ach und uebrigens, Haie, Bull-Sharks, die aus dem Meer in den See und ins Flusssystem schwimmen, na dann… Die Kanadier haben sich letztendlich auch gegen die Tour entschieden, also waren nur noch wir drei Deutsche uebrig-die Abenteuer-Crew… Zum Glueck haben wir uns mit Jens super verstanden.
Nach dem Meeting haben wir dann noch gemuetlich den Alkohol getestet:) und sin dann etwas spaet ins Bett… Nach 4 Stunden Schlaf, morgens um 6Uhr aufgestanden, gepackt war schon, also gings bald los- die Fahrt zum See war an sich schon ein Abenteuer, da der Ersatzreifen, der Unter dem Auto angebracht war auf dem Weg verloren ging. Haben nur komische Geraeusche gehoert und einen komischen Geruch wahrgenommen, Blick zurueck, da lag der Reifen auf der Strasse… Aber no worries, halbwegs an den Strassenrand gefahren, Fahrer, der am Abend zuvor seine Flasche Scotch und einige Bier geleert hatte, zurueckgelaufen, den Reifen geholt und „gefixt“, also alles wieder in Ordnung…
Die Fahrt ging weiter zum See, ein richtig grosser See, mit leider auch ziemlich grossen Wellen, wie sich spaeter dann herausgestellt hat… Alles ins Kanu eingeladen, die einzige Einweisung: wenn ihr alle rechts paddelt, dann fahrt ihr nach links, wenn rechts dann eben anders rum. Ach, und noch die letzte Frage, koennt ihr auch alle schwimmen?? Zum Glueck ja…
Die Fahrt ging los, wir, unsre 3Faesser, die Wasserkanister und ein geschnuertes „Paket“, in dem sich Zelt, Isomatten und Kochutensilien befunden haben. Am Anfang haben wir noch ziemlich Witze gemacht, uebers Kentern und ob wir heil zurueckkommen…die Sonne hat geschienen, war ganz lustig. Irgendwie wurden nur die Wellen etwas groesser und das Wasser schwappte ab und zu mal in Boot. Nach n paar grossen Wellen, war leider ziemlich viel Wasser im Boot und Jens meinte noch, wir gehn wohl unter… Is dann auch passiert… Kanu voll mit Wasser… Alle unsere Sachen haben sich ziemlich schnell in alle Richtungen verteilt, meine Schuhe sind intergegangen, waehrend wir versucht haben, das Kanu umzudrehn… Ratlose Blicke, Frage: „Und jetzt??“ Antwort:“Keine Ahnung…“ Jetzt koennen wir drueber lachen:) Zum Glueck konnte Jens irgendwann halbwegs stehen und unter das Kanu, um es umzudrehen. Madi und ich hams Kanu und die erste Tonne gehalten und versucht, mit den Wellen Richtung Land zu schwimmen, Jens is den anderen Tonnen usw hinterher. Wir hatten s groesste Glueck ueberhaupt, weil auf dem menschenleeren See ne Family mit ihrm Motorboot unterwegs war, die uns gesehn ham und unsre Sachen eingesammelt haben… Also sind wir „gestrandet“, zum Glueck ohne Haibegegnung… Kamen uns etwas vor wie im Film… Erst mal die ganzen Sachen ausgebreitet, um alles trocknen zu lassen. Und dann n Weinchen getrunken auf den Schock, immerhin hatten wir n „Strand“ ganz fuer uns. Die Frage war nur, wie solls weitergehn. Nach ner Pause und Kraefte sammeln, mussten wir weiter, wenigstens die erste Station erreichen, so n Infohaus am Wasser. Hatten erst etwa die Haelfte vom Weg hinter uns… Die Weiterfahrt war dann nimmer so heiter, jeder hat sich auf die Wellen konzentriert und gehofft, dass wir gut ankommen… Sind wir dann schliesslich auch, gerade richtig, weils dann angefangen hat zu regnen. Unser ganzes Zeug in des Haus gebracht, also ne Holzhuette auf m Wasser, aber immerhin n Klo:) Nach m Essen, die Frage wies weitergehn soll… Ham dann beschlossen, die restliche Tour am naechsten Tag fortzusetzen, wenns Wetter eventuell etwas besser is. Ham uns dann auf n Bushwalk gemacht… Nach uns is ne andere Gruppe angekommen, die gemeint haben, wir braechten gar net weiterfahren, da die Camingsplaetze schon ganz ueberschwemm waeren, also ham wirs uns da „gemuetlich“ gemacht und unser Lager aufgeschlagen. Der Abend war dann auch relativ lustig, nut hats geschuettet wie aus Eimern-die ganze Nacht…
Der Schlaf war etwas zu wenig, waren leidetr mal wieder Meisterschnarcher dabei:)
Morgens wars Wetter au net berauschend, immer wieder Regen und total bewoelkt-oh mann, unser Ausflugsglueck…
Die andere Gruppe hat uns gesagt, dass sie mit nem Motorboot an der Huette abgeholt werden, da niemand ausser uns den See ueberqueren musste, aha…
Also hatten wir die Moeglichkeit, schon da mitzufahrn. Der Mann vom Boot hat uns auch dringendst dazu geraten, weil er gemeint hat, alles sei ueberschwemmt, die Stroemung durch den Regen viel staerker und er lasse auch keine Gruppen mehr starten. Nach der Aussage warn wir uns dann auch sicher, dass wir mitfahren sollten, wenn wir lebendig wieder am Ufer angkommen wollen und ham dann unser Bushcamp angerufen, dass sie uns bitte am Ufer abholen sollen. Und so sind wir dann schon gestern ans Land zurueckgekehrt-zum Glueck… Und sind dann eben in den Genuss von ner zweiten Nacht im Bushcamp gekommen:)
Und jetzt sind wir zurueck in der Zivilisation:)))
War wirklich sehr aufregend, ne Erfahrung wert und jetzt koennen wir ja auch wieder drueber lachen:)
Und jetzt machen wir uns dann auf nach Bundy, ab ins Arbeitsleben:)
Bis wir zurueckkommen, koennt ihr uns schon n Kanu bereit machen, dann gehts wieder ab ins Altmuehltal, wie mit Herr Reichensperger in der siebten Klasse-vielleicht etwas sicherer als heier, aber: NO WORRIES:)
Knutschaaaaaeeeer, eure Survivors



